Waschbär

waschbaerWaschbär

Procyon lotor

Der Waschbär ist der einzige Vertreter der Kleinbären in Mitteleuropa. Er lebt als Einzel- gänger und ist dämmerungs- und nachtaktiv. Den Tag verschläft das klettergewandte und schwimmfähige Tier meist in Baumhöhlen. Nachts geht es auf Nahrungssuche. Wird es dem Kleinbär im Winter zu kalt, verschläft er einfach die frostige Zeit ohne Nahrung aufzunehmen.

Der nordamerikanische Waschbär wurde in Europa als Pelz- oder Haustier gehalten. Dem einen oder anderen Waschbären gelang dabei die Flucht oder er wurde vom Menschen ausgesetzt. Seit 1934 lebt das schwarz-maskierte kleine Raubtier in Deutschland. Da der Allesfresser sehr gut an unser mitteleuropäisches Klima angepasst ist, konnte er sich problemlos in freier Wildbahn vermehren. Das ehemals scheue Tier ist teilweise so dreist und unerschrocken geworden, dass es sich in Städten aufhält und in Dachböden einquartiert. Mancherorts wird er sogar zur Plage.

Wäscht der Kleinbär wirklich?
Häufig kann der Waschbär dabei beobachtet werden wie, er seine Nahrung im Wasser mit den Vorderpfoten bearbeitet. Es sieht so aus,als würde er sein Futter vor dem Verzehr waschen. Das brachte ihm den Namen „Waschbär“ ein. In Wirklichkeit besitzt der Kleinbär aber einen ausgeprägten Tastsinn, der unter Wasser noch verstärkt wird. Der Waschbär überprüft so mit den Pfoten die Nahrung auf Genießbarkeit.

Gewicht: ca. 8 kg

Lebensalter: über 20 Jahre

Wurfgröße: bis 4 Welpen
Tragzeit: 62 - 65 Tage